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Gärten, Parks & Schlösser: Burg Altena
Burg-Altena-2009-006  Eine der schönsten Höhenburgen Deutschlands
Burg Altena
In malerischer Lage, hoch über der alten Drahtzieherstadt an der Lenne, thront eine der schönsten Höhenburgen Deutschlands. Der ab dem 12. Jahrhundert errichtete Wehrbau lässt das Herz jedes Ritter- und Burgenromantikers höher schlagen.


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Burg-Altena5Ihre internationale Bekanntheit verdankt die Burg Altena der ersten ständigen Jugendherberge der Welt, die hier 1912 eingeweiht wurde. Sie ist als Museum Weltjugendherberge noch im Originalzustand erhalten. Der Altenaer Lehrer Richard Schirrmann ist der Begründer der mittlerweile weltweiten Jugendherbergsbewegung.
 

Von der geologischen Frühgeschichte bis zur Gegenwart
Hauptmuseum auf der Burg ist das Museum der Grafschaft Mark. Der Spannungsbogen der Ausstellung reicht von der geologischen Frühgeschichte über das Mittelalter, die Frühe Neuzeit und das Industriezeitalter bis in die Gegenwart. Üppige Inszenierungen lassen die Besucher teilhaben an den Kämpfen, Jagden und Tafelfreuden der Ritter und Adeligen, sie erfahren viel über das Leben der Bauern und Handwerker.


The-Boxer-Rebellion-16.08Heute ist die Burg ein Denkmal von nationaler Bedeutung, aber zugleich auch ein begehrter Veranstaltungsort. So findet alljährlich das Burgrock-Festival mit bis zu 1.800 Musikfans in den mächtigen Mauern statt.
 

Die Dauerausstellung der Museen Burg Altena 2000 neu konzipiert und gestaltet

Mit diesem auch unter dem Namen Burg 2000 bekannt gewordenen Projekt wollte der Märkische Kreis als Eigentümer seine Museen so für die Zukunft zu rüsten, dass sie den Anforderungen der modernen Kultur-, Freizeit- und Erlebnisgesellschaft des 21. Jahrhunderts entsprechen. Vor allem die Burg Altena sollte wieder werden, was sie in vergangenen Jahrzehnten einmal war: nicht nur historischer, sondern auch kultureller Mittelpunkt des märkischen Sauerlandes, eine Sehenswürdigkeit mit großer Ausstrahlung, weit über die Region hinaus.

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Neu konzipierte Dauerausstellung
Rechtzeitig zum 125-jährigen Museumsjubiläum konnten die Museen Burg Altena Ende Juni 2000 mit neu konzipierten Dauerausstellungen des Museums der Grafschaft Mark und des Museums Weltjugendherberge wieder eröffnet werden. Bei der Umsetzung der Planungen wurden alle bereits 1996 formulierten Anforderungen an den neuen Rundgang berücksichtigt. Er thematisiert die Geschichte des traditionsreichen märkischen Sauerlandes so, dass die Besucher die Möglichkeit erhalten, ein besseres Verständnis für diese Region zu entwickeln. Die wichtigsten Gestaltungselemente sind die thematisch motivierte, unterschiedliche farbliche Fassung der einzelnen Räume, die gezielte Lichtführung, das bühnenbildähnliche, assoziative Arrangement vieler Objekte, vor allem aber die Hervorhebung der ursprünglichen Raumeindrücke, weshalb die Vitrinen und Bilderrahmen so transparent wie möglich konstruiert worden sind.

Hier ein kleiner Überblick über verschiedenen Themen und Abteilungen des Museums.


Märkisches Gestein

rundgang1Der Museumsrundgang beginnt im Kommandantenhaus der Burg Altena mit dem Thema "Märkisches Gestein". Eine Trickfilmanimation der Kontinentalverschiebung zeigt, in welchem Erdzeitalter sich das märkische Sauerland an welcher Stelle auf dem Globus befand. Wo im märkischen Sauerland welche Gesteinsart an die Oberfläche tritt, verdeutlicht eine geologische Übersichtskarte. Die wichtigsten Gesteinssorten werden in einem erdzeitgeschichtliches Vitrinenregal präsentiert. Grauwacke und Massenkalk dominieren. Beide sind überwiegend im Mitteldevon vor etwa 370 bis 380 Millionen Jahren entstanden. Die Grauwacke, ein sandsteinähnliches Sediment, kommt überall dort vor, wo sich in diesem Erdzeitalter das Meer befand, der Massenkalk hingegen an den Stellen, die von einem Küstensaum mit Korallenriffen bedeckt war. Mit diesen wenigen, aber gezielten Hinweisen werden die Besucher inhaltlich auf die folgenden drei Räume vorbereitet.


Museum Weltjugendherberge
rundgang6_9An dieser Stelle wird der Rundgang durch das Museum der Grafschaft Mark von den Räumlichkeiten des Museums Weltjugendherberge unterbrochen. Es handelt sich um die im Originalzustand erhaltene erste ständige Jugendherberge der Welt. Bis 1958 war sie in Betrieb und wurde gelegentlich noch bis 1965 als Notunterkunft genutzt. Im "Großen Aufenthaltsraum" (6) kochte und aß man und saß in großer Runde zusammen. Die Dokumentation "Aus grauer Städte Mauern" (7) im auch als Bauernstube bekannten "Kleinen Aufenthaltsraum" thematisiert die Gründung der Keimzelle des internationalen Jugendherbergswesens auf der Burg Altena durch Richard Schirrmann und Wilhelm Münker und die weitere Entwicklung dieser Bewegung. Ein Stockwerk tiefer befinden sich der "Jungenschlafsaal" (8) sowie der kleinere "Mädchenschlafsaal" (9). Hier können Besucher in zwei Betten auf Nachbildungen von Strohmatratzen zur Probe liegen.


Waffengang und Pulverrauch
rundgang18Wehrwaffen und Rüstungen sind die Objekte der Abteilung "Waffengang und Pulverrauch". In die blutrote Farbe der Wände getaucht und dynamisch gegeneinander arrangiert, wirken die Rüstungen und Waffen so, als könnte man die Kampfgeräusche förmlich hören. In den Vitrinen kämpfen mittelalterliche Ritter gegeneinander, wehrhafte Ritter gegen wehrlose Bauern, Landsknechte, Pikeniere, Musketiere und berittene Söldner im Dreißigjährigen Krieg; außerdem sind Prunk-, Trabanten- und Kostümwaffen, frühe Feuer- und Belagerungswaffen, Musketen und Geschütze, Gewehre und Pistolen zu sehen. Viele Waffen sind auf die Besucher gerichtet, damit man das darin steckende Gewaltpotenzial erahnen kann und nicht der Gefahr erliegt, sie lediglich als ästhetische Exponate wahrzunehmen. Komplettiert wird das Thema durch das Stillleben "Waffenruhe 1648" von Johann Spilberg d. J. und zwei von Georg Philipp Rugendas gemalte Schlachtendarstellungen.


Schmiedehandwerk
rundgang22Sehr ins Detail geht die Abteilung "Schmiedehandwerk", die einen der dominierenden Handwerksberufe der südlichen Grafschaft Mark vorstellt. Im Zentrum dieses runden Raumes im Pulverturm steht eine Holzskulptur, die den Schutzpatron der Schmiede, den Heiligen Eligius, zeigt. Um ihn herum sind hufeisenförmig 15 Pultvitrinen mit trapezförmigem Grundriss angeordnet. Über jeder dieser Vitrinen hängt ein Holzschnitt von Jost Amman aus dem Jahre 1568, der einen der vielen spezialisierten frühneuzeitlichen Schmiedeberufe darstellt. Ob Huf-, Waffen-, Kessel-, Kunst-, Goldschmied oder Fingerhutmacher - zu jeder Profession werden in den Vitrinen Werkzeuge, Produkte oder sogar beides aus dem reichhaltigen Museumsfundus ausgestellt. In der Mitte des Raumes ist ein Durchblick zu der darunter befindlichen Abteilung möglich, die sich mit dem Ende der handwerklich geprägten frühen Neuzeit und dem Beginn der Industrialisierung beschäftigt.

Mehr über alle Abteilungen und den Ausstellungsrundgang finden Sie hier

Burg-Altena-2009-006

Museen Burg Altena
Fritz-Thomée-Straße 80
58762 Altena


Eine Anfahrtsbeschreibung finden Sie hier...

Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag von 9.30 bis 17 Uhr
Samstag und Sonntag von 11 bis 18 Uhr
Montags geschlossen
außer Ostermontag, Pfingstmontag und 2. Weihnachtstag, falls er auf einen Montag fällt,
von 11 bis 18 Uhr
24.12., 25.12., 31.12. und 1.1. geschlossen

Eintritt
Erwachsene 5,00 Euro
Ermäßigte
Kinder und Jugendliche von 6 bis 17 J.,
Schüler, Studenten, Behinderte, Wehrpflichtige, Zivildienstleis-tende 2,50 Euro
Kinder unter 6 Jahren Eintritt frei
Familien (max. 2 Erwachsene mit Kindern) 10,00 Euro
Gruppentarif für Erwachsene (gilt ab 15 Personen) 4,00 Euro/Person
Gruppentarif für Ermäßigte
(bis max. 2 Begleitpersonen frei, Gruppentarif gilt ab 15 Personen und generell bei schulischen Gruppen) 2,00 Euro/Person

Kombikarten
Die Eintrittskarten sind Kombikarten, die auch zum Besuch des Deutschen Drahtmuseums berechtigen, das sich 300 m unterhalb der Burg Altena befindet. Die Karten sind deshalb mit zwei Abris-sen versehen. Sollten Sie an einem Tag nicht beide Häuser schaf-fen, können Sie zu einem späteren Zeitpunkt mit dem verbliebenen Abriss das andere Museum besuchen.


 
 
 Quelle/Fotos: Pressestelle Märkischer Kreis


Artikel Zusammenstellung: Petra Schiefer
 
   










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Copyright © 2009 by Petra Schiefer