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Museum: LWL Industriemuseum Dortmund PDF Drucken
portal-presse-fotos-downloadzollern-1243247679_0 Schloss der Arbeit
Zeche Zollern
Prunkvolle Backsteinfassaden und opulente Giebel mit Zinnenkranz und Ecktürmchen rund um den grünen Ehrenhof erinnern auf den ersten Blick eher an eine Adelsresidenz als an eine Schachtanlage, auf der Kohle gefördert wurde.


Heute ist das "Schloss der Arbeit" im Westen Dortmunds zweifellos eines der schönsten und außergewöhnlichsten Zeugnisse der industriellen Vergangenheit in Deutschland.
In dem Museum der Sozial- und Kulturgeschichte des Ruhrbergbaus sind Glanz und Repräsentationskultur der Steinkohlenbergwerke nur eine von vielen Facetten. Die Ausstellungen führen Sie in eine Welt harter Arbeitsbedingungen, die exemplarisch an Lebensläufen von Männern und Frauen veranschaulicht werden.
Extra für Kinder gibt es bei einen eigenen Rundweg.


Ehrenhof
Blick in den Ehrenhof Foto: LWL-Industriemuseum, Annette Hudemann

Alle unter Kontrolle

Das Betreten und Verlassen der Zeche war überwacht. An der Markenkontrolle bekam jeder Bergmann bei Schichtbeginn eine Marke mit seiner "Personalnummer", die er beim Verlassen des Geländes wieder zurückgab. Der Markenmeister und seine Mitarbeiter hielten fest, wer wie lange anwesend war. Das war zum einen eine Grundlage für die Lohnberechnung, zum anderen eine Sicherheitsmaßnahme: Wessen Marke nach Schichtende fehlte, war im schlimmsten Fall verunglückt und musste gesucht werden.
Die Ausstellung im Eingangsfoyer führt die Besucher durch die teilweise rekonstruierte Markenkontrolle, die auch die Bergleute früher passieren mussten,

Markenkontrolle Foto Petra Schiefer
Markenkontrolle, Foto ©Petra Schiefer


Die Maschinenhalle mit dem eindrucksvollen Jugendstilportal ist heute eine Ikone der Industriekultur
Die Maschinenhalle ist in mehrfacher Hinsicht ein Objekt von herausragender Qualität: Der nach den Entwürfen des Berliner Architekten Möhring 1902/1903 errichtete Stahlfachwerkbau steht für den Beginn der modernen Industriearchitektur. Stilistisch bezeichnet sie den Übergang von Historismus und Jugendstil zur Moderne. Der erhaltene historische Maschinenbestand – insbesondere die inzwischen wieder funktionstüchtige elektrische Fördermaschine – ist einzigartig in Deutschland.Darüber hinaus kommt dem Bauwerk eine große symbolische Bedeutung zu: Mit der Rettung der Anlage durch bürgerschaftliches Engagement wurde 1969 erstmals in Deutschland ein derartiger Industriebau unter Schutz gestellt und hierauf auch der neue Zweig der „Industriedenkmalpflege" begründet. Nicht zuletzt wurde die Maschinenhalle so auch zur Keimzelle des LWL-Industriemuseums mit seinen acht Standorten. Die Maschinenhalle steht somit für den Beginn von Industriedenkmal-pflege und Industriekultur.

Wegen der Sanierung ist die Halle derzeit nur im Rahmen von besonderen Führungen zugänglich.

Termine
So, 17.7.2011 15 Uhr: Führung mit Dr. Thomas ParentSo, 21.8.2011 15 Uhr: Führung mit Dr. Ulrike Gilhaus

So, 18.9.2011 15 Uhr: Führung mit Dr. Thomas Parent

So, 16.10.2011 15 Uhr: Führung

So, 20.11.2011 15 Uhr: Führung mit Dr. Thomas Parent

So, 18.12.2011 15 Uhr: Führung


Portal
Portal der Maschinenhalle Foto: LWL-Industriemuseum, Annette Hudemann


Die Geschichte der Zeche Zollern
Die Zeche Zollern entstand zwischen 1898 und 1904 als Prestigeobjekt der Gelsenkirchener Bergwerks AG, die mit dem Bau der Schachtanlage zum Marktführer aufstieg. Repräsentationswille und Machtdemonstration bestimmten architektonisch aufwändige Bauweise, sozialen Anspruch und technisch innovative Ausstattung. Die „Musterzeche" zeigte, wer man war.
Nach einem glänzenden Start im späten Kaiserreich begann der Niedergang schon früh: Mitte der 1920er Jahre sahen die neuen Eigentümer, die Vereinigte Stahlwerke AG, das Auslaufen der Anlage vor. Zweiter Weltkrieg und Nachkriegsära gaben dem Bergwerk noch einmal Auftrieb. Doch in der Kohlenkrise kam für Zollern 1966 das endgültige Aus.

Durch Bürgerwille gerettet
Zweifellos wäre das Bergwerk ein Opfer der Abrisswut des frühen Strukturwandels geworden, hätte nicht engagierter Bürgerwille vehement Widerstand geleistet. Kurz bevor Bagger mit der Demontage begannen, bewahrte der Landeskonservator beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) die Zeche vor dem Untergang: als erster Industriebau Deutschlands erlangte Zollern Denkmalstatus. 1981 integrierte der LWL Zollern in sein Landesmuseum für Industriekultur.


Lohnhalle
Lohnhalle Foto: LWL-Industriemuseum, Anette Hudemann

Auch das ist möglich

Hochzeit unterm Fördergerüst
Museen laden meist zu einer Reise in die Vergangenheit ein. Im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern können Brautpaare in eine gemeinsame Zukunft starten.

Einst war die Zeche Zollern ein Ort harter und staubiger Arbeit über und unter Tage. Heute ist die "Kathedrale der Industriekultur" mit ihrer 100 Jahre alten Maschinenhalle und dem prunkvollen Jugendstilportal auch eine imposante Kulisse für einen Hochzeitstag.

Das Angebot besteht seit 1998 und es ist beliebt: Über 50 Paare geben sich jährlich in der historischen Industrieumgebung das Ja-Wort.

Mehr Infos gibt es hier...


LWL-Industriemuseum Zeche Zollern
Grubenweg 5
44388 Dortmund

Hier geht es zur Homepage


Geöffnet:  Di - So 10 - 18 Uhr

Eintrittspreise
Erwachsene 4,00 €

Kinder und Jugendliche von 6 bis 17 Jahren und Schüler 2,00 €

Familientageskarte 9,00 €

Ermäßigt 2,50 €
Bezieher von laufenden Leistungen nach den Sozialgesetzbüchern II und XII, Studierende (mit Ausnahme "Studium im Alter"), Auszubildende, Wehrpflichtige, Zivildienstleistende, Angehörige im Freiwilligen sozialen Jahr, schwerbehinderte Menschen mit einem Grad der Behinderung ab 80 % (soweit erforderlich - Begleitperson gegen Nachweis frei)


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Anfahrt/Karte  ©LWL-Industriemuseum


Die Zeche Zollern ist ein Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur.

Quelle/Foto: LWL Pressestelle









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