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Museen: Deutsches Drahtmuseum PDF Drucken
160rundgang_04_gross Deutsches Drahtmuseum in Altena
Vom Kettenhemd zum Supraleiter
Zivilisation ohne Draht? Undenkbar! Der so unscheinbar wirkende Werkstoff hatte immer eine Schlüsselfunktion für den technischen Fortschritt. Altena, seit dem Mittelalter Zentrum des deutschen Drahtgewerbes, ist auch Sitz des Deutschen Drahtmuseums.


Altena, seit langem Zentrum der deutschen Drahtindustrie, ist auch Sitz des Deutschen Drahtmuseums. Es ist weltweit das einzige Museum, das uneingeschränkt den vielen Fassetten des universellen Werkstoffs Draht gewidmet ist. 1965 wurde es auf Initiative des Altenaer Drahtindustriellen Paul Rump vom Landkreis Altena und mit Unterstützung der deutschen Drahtverbände als eines der Museen auf der Burg Altena gegründet. Schon bald zeigte sich aber, dass die nur 110 qm große Ausstellungsfläche im Kommandantenhaus der Burg nicht ausreichte, dieses das märkische Sauerland seit dem Mittelalter so prägende Gewerbe in angemessener Form auszustellen.

Neue Räume waren nötig
Seit 1994 ist das Deutsche Drahtmuseum in einem eigenen Gebäude untergebracht.
Der neue Standort, das ehemalige Altenaer Lyzeum, hatte gegenüber Industriebrachen zwei entscheidende Vorteile. Er liegt nur 300 Meter unterhalb der Burg Altena - direkt an der Zufahrtsstraße zu dieser touristischen Attraktion. Auf diese Weise kann das Deutsche Drahtmuseum weiterhin von den großen Besucherströmen der Burg Altena profitieren. Außerdem erlaubten die neutralen Räume des ehemaligen Schulgebäudes einen viel freieren Umgang mit dem Thema Draht, als dies in einer stillgelegten Drahtzieherei möglich gewesen wäre.

Viele Fragen zum Werkstoff  Draht
Wie wird Draht hergestellt, unter welchen Bedingungen arbeiteten die Drahtzieher, was kann Draht, zu welchen Produkten wird er weiterverarbeitet, wie sehen zukünftige Einsatzgebiete von Draht aus, wie gehen wir in der Sprache mit Draht um, was machen Künstler mit Draht?

Diese und andere Fragen werden mit Hilfe einer zeitgemäßen, abwechslungsreichen Präsentation und spannenden Objekten und Experimenten beantwortet.

Auf der Internetseite des Deutschen Drahtmuseums finden Sie einen Rundgang durch die Ausstellung. 


Hie finden Se einen kleinen Überblick über die Ausstellung


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Drahtziehen mit Maschinen

Höhepunkt des Erdgeschosses ist eine voll funktionsfähige industrielle Drahtzieherei mit Ziehmaschinen aus den Jahren 1920 bis 1952. Die z. T. noch durch Transmission angetriebenen Maschinen stammen vor allem von der ehemaligen Thüringischen Nadel GmbH aus Ichtershausen. Bei Führungen werden sie vor den Augen der Besucher von erfahrenen Drahtziehern und Museumstechnikern in Betrieb genommen. In der Abteilung Drahtziehen mit Maschinen wird also richtig Draht gezogen. Aber auch ohne Vorführung kann sich der Besucher das Arbeiten an den Maschinen vorstellen: Filme zeigen die laufenden Drahtzüge, ergänzende Ausstellungseinheiten das wichtigste Werkzeug der industriellen Drahtzieher, insbesondere die Ziehsteine. Auch die Produktion von Feinstdrähten kann anhand originaler Spezialmaschinen nachvollzogen werden. Der Herstellung von Gießwalzdraht aus Kupfer ist eine eigene Ausstellungseinheit gewidmet.



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Elektrizität und Kommunikation
Große, zu Podesten und Vitrinen umgebaute Kabeltrommeln bestimmen den Raumeindruck der Abteilung Elektrizität und Kommunikation. Das Tageslicht ist in Anlehnung an die Kupferlitzen von Kabeln kupferfarben gefiltert. Den zahlreichen originalen Exponaten sind auch in diesem Raum viele interaktive Experimentierstationen gegenübergestellt. An ihnen kann der Besucher spielerisch elektrotechnische Anwendungen des Drahtes ausprobieren, so z. B. das Generator- bzw. Dynamoprinzip, die unterschiedliche elektrische Leitfähigkeit von Drähten aus verschiedenen Metallen, die Wärmeleitfähigkeit des Drahtes, das Prinzip des Elektromagnets, das Messen von Temperaturen und auftretenden Kräften mit Draht oder das Morsen. Die Ausstellungsstücke und Versuche machen dem Besucher bewusst, dass ohne Draht maßgebliche Erfindungen und Entdeckungen besonders des 19. und 20. Jahrhunderts nicht möglich gewesen wären.


Draht und Sprache


rundgang_10_grossDie Fotoserie eines Drahtseilaktes zeigt dem Besucher sofort, um was es in der Abteilung Draht und Sprache geht: die in unserer Sprache weit verbreiteten mehrdeutigen und methaphorischen Verwendungen des Begriffs Draht. So etwa scheitern alle Versuche, den Begriff Drahtzieher mit dem Draht herstellenden Industriearbeiter oder Unternehmer in Verbindung zu bringen. Gemeint ist fast immer ein Terrorist, Verbrecher, Politiker oder Intrigant, der im Hintergrund wie ein Marionettenspieler die Fäden bzw. Drähte zieht. Auf Draht sein, der heiße Draht, Nerven wie Drahtseile sind weitere Beispiele für doppeldeutige oder kreative Verwendungen des Wortes Draht. Collagen, Fotos und Plakate zeigen die Allgegenwärtigkeit dieser Sprachbilder auf, insbesondere auch in den Schlagzeilen der Presse. Der kleinste funktionstüchtige Drahtesel der Welt, als Original ein Höhepunkt der Ausstellung, ist sogar rekordverdächtig.


Deutsches Drahtmuseum
Fritz-Thomée-Straße 12
58762 Altena

www.deutsches-drahtmuseum.de


Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag von 9.30 bis 17 Uhr
Samstag und Sonntag von 11 bis 18 Uhr
Montags geschlossen
außer Ostermontag, Pfingstmontag und 2. Weihnachtstag, falls er auf einen Montag fällt,
von 11 bis 18 Uhr
24.12., 25.12., 31.12. und 1.1. geschlossen

Eintritt
Erwachsene 5,00 Euro
Ermäßigte 2,50 Euro
Kinder und Jugendliche von 6 bis 17 J.,
Schüler, Studenten, Behinderte, Wehrpflichtige, Zivildienstleistende
Kinder unter 6 Jahren Eintritt frei
Familien (max. 2 Erwachsene mit Kindern) 10,00 Euro
Gruppentarif für Erwachsene (gilt ab 15 Personen) 4,00 Euro/Person

Gruppentarif für Ermäßigte 2,00 Euro/Person
(bis max. 4 Begleitpersonen frei, Gruppentarif gilt ab 15 Personen und generell bei schulischen Gruppen)

Kombikarten
Die Eintrittskarten sind Kombikarten, die auch zum Besuch der Museen Burg Altena berechtigen, die sich 300 m oberhalb des Deutschen Drahtmuseums befinden. Die Karten sind deshalb mit zwei Abrissen versehen. Sollten Sie an einem Tag nicht beide Häuser schaffen, können Sie zu einem späteren Zeitpunkt mit dem verbliebenen Abriss das andere Museum besuchen.

Fotos/Quelle: Deutsches Drahtmuseum


Artikel Zusammenstellung: Petra Schiefer













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Copyright © 2009 by Petra Schiefer