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Ruhr.2010: Ruhr-Atoll
RUHR.2010-Projekt Ruhr-Atoll Baldeneysee in Essen
Ruhr-Atoll
Eingebettet in ein buntes Bürgerfest. wird am 12. Mai, eines der Leuchtturm-Projekte der Kulturhauptstadt der Öffentlichkeit übergeben: RWE und RUHR.2010 präsentieren das "Ruhr-Atoll", vier Kunstinseln auf dem Baldeneysee in Essen.


"So poetisch die Inseln auf den ersten Blick erscheinen, so relevant ist das Thema, das sie behandeln: Klimawandel und Energie", sagt Prof. Dr. Oliver Scheytt, Geschäftsführer der RUHR.2010 GmbH. "Die Kunst animiert so die Menschen zur Reflexion dieser globalen Herausforderung. Damit behandelt die Kulturhauptstadt eine zentrale Frage unserer Zukunft."

 
Die Übergabe ist eingebettet in ein buntes Bürgerfest: Wer am Mittwoch, 12. Mai, das "Ruhr-Atoll" erleben will, dem werden ab 17 Uhr auch ein illuminiertes Stauwehr in neuer Schönheit, ein musikalisch inszeniertes Höhenfeuerwerk und ein magisches Stelzentheater geboten. Bis Sonntag erwartet die Besucher des Baldeneysees eine von RUHR.2010, Ruhrverband und Hauptsponsor RWE konzipierte Mischung aus Kunst-Impressionen, Theaterspektakel und dem Blick hinter die Kulissen von Wehr und Wasserkraftwerk. Fachkundige Führungen durch die Projekte und die Anlagen am See runden zum "Tag der offenen Tür" das Programm ab.


Die Künstler und Kunstwerke

Iceberg

3uploads_media_201005_PK_RuSteuern wir auf eine Klimakatastrophe unbekannten Ausmaßes zu?
Sind Treibhausgase und andere Emissionen Ursache für das
Schmelzen der Gletscher und Pole? Verändert sich das Klima von selbst im Wandel der Zeiten? Hat die Zahl der Naturkatastrophen
wirklich zugenommen oder spielt uns das eine global vernetzte Medienwelt nur vor?

Der Kölner Künstler Andreas Kaiser hat in Zusammenarbeit mit dem
Physiker und Polarforscher des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) Lars
Kindermann den schroffen Riesen zu Wasser gelassen. Windheulen,
Donnergrollen, Regenprasseln und Meeresrauschen schallen nachts
vom Berg über den See. Die Naturgeräusche diverser Klimazonen verweisen
auf regenerierbare Ressourcen, die sowohl Ziel aktueller
Energieforschung als auch Symbol für die zerstörende Wirkung der
Klimaverschiebung sind.
Während nachts der Forscher in seinem kleinen Zelt auf einem Berg
von gespeicherten Klimadaten nach Erkenntnis sucht, bricht die Naturgewalt
über ihn herein. In die schwimmende Skulptur ist ein Container
eingelassen, der ähnliche Ausmaße wie Kindermanns Horchstation
PALAOA (Perennial Acoustic Observatory in the Antarctic Ocean) in
der Antarktis hat. Wer durch den Gang in das Innere des Berges
vordringt, erlebt einen kühlen, verdunkelten Raum. Drei Fenster stellen
Fragen um den energetischen Aufwand künstlerischer Forschung, die
visuelle Transkription der Datenströme von PALAOA und die Poesie
von Datenspeicherung des AWI in Bremerhaven und man hört in die
Tiefen des Antarktischen Ozeans.
 

Frosch und Teemeister

uploads_media_Teehaus_KatasDas Projekt ist ein west-östlicher Dialog über das Wohnen auf unserem Planeten. Es fasst in einem stillen Bild auf dem Wasser die Grundbedürfni
sse eines jeden Menschen zusammen: Thematisiert wird dies mit einem japanisch anmutenden Teehaus (ein Ort der inneren Einkehr) mit seiner großen Schale (ein Urbild für die Gegenwart des Menschen) und einem Gemüsegarten hinterm Haus, einer
schon fast vergessenen Selbstverständlichkeit gerade im Ruhrgebiet.

Eine solar angetriebene Pumpe füllt einen Wassertank, der auf
einem Förderturm im Zentrum des Teehauses platziert ist.
Dieser Schwerkrafttank versorgt die 10 Gemüsebeete der zweiten
Insel mit Wasser. Das Überflusswasser fließt über das Dach in eine
Regenrinne, dann in die große Schale und in den See zurück.

Kazuo Katase aktualisiert hier sein Projekt „Apokalypse Amazonas"
von 1992 für die Ausstellung „Arte Amazonas" anlässlich des UNErdgipfels
in Rio de Janeiro. Diese Arbeit über Mensch und Natur wird
im Inseldialog „Frosch und Teemeister" fortgeführt, ein Inselprojekt,
welches von der menschlichen und der Fossilenergie der Region, aber
auch von Zukünftigem erzählt. 2004 lud Katase den Architekten
und „Baufrosch" Wilkens ein, mit ihm diesen Dialog zu führen.
Die „Baufrösche" beschäftigen sich seit 1978 mit einem Wohnungsbau
„aus der Froschperspektive" und dem, was sie „Vollständiges
Wohnen" nennen: „Jede Wohnung, auch im 5. Stock, ist ohne einen
kleinen Garten (und einer Möglichkeit zum Werkeln außerhalb der
Wohnung) unvollständig." Zusammen mit seiner Frau, der Landschaftsplanerin
Heidrun Hubenthal, setzt sich Wilkens für urbane Landwirtschaft
und die Ermöglichung kollektiver (interkultureller) Gärten ein.


"Ich kann, weil ich will,
was ich muss" (U-Boot)


4uploads_media_U-Boot_KaufmDer Künstler Kaufmann und der Medienwissenschaftler Reck verdichten
die komplexen politischen Zusammenhänge, in die das Themenfeld „Energie" eingebettet ist, in Gestalt eines scheinbar im Baldeneysee auf Grund gelaufenen U-Boots. Sie holen damit bildhaft die exportierten Kriege und das Konfliktpotential um Energieressourcen
nach Europa zurück, und zwar an einen Ort, der historisch eng mit dem hohen Energiebedarf als Grundlage für unseren Lebensstandard zusammenhängt.

Sichtbar ist nur der Aussichtsturm eines U-Boots, aus dessen Außenwänden als Schriftzug der Kant'sche Satz
„Ich kann, weil ich will, was ich muss."
herausgeschnitten ist.

Die so entstehenden ‚Fenster' werden durch themenbezogene Bilder
in Form von Diapositiven ausgefüllt, wie es uns in seiner Wirkungsweise
aus gotischen Kirchenfenstern vertraut ist.
Der Besucher begegnet im Inneren auf Hunderten von Nachrichtenbildern
der „Welt", wie sie und alltäglich von CNN, Reuters etc.
„übertragen" wird. Dabei sorgt das Sonnenlicht, welches tagsüber
die Bildwelten im Inneren sichtbar macht, als gespeicherte Energie
bei Nacht für Sichtbarkeit nach außen.

Das Boot misst in der Länge 18 m, in der Höhe 6,50 m und entstand aus
6 mm dickem Stahl auf der Meidericher Schiffswerft in Duisburg.


"Projekt zur Erhaltung der natürlichen
Ressourcen"


5uploads_media_Kabakov_InseIlya und Emilia Kabakovs Beitrag zum Ruhr-Atoll bildet einen optischen und inhaltlichen Kontrapunkt im Gesamtprojekt, der den wissenschaftlich und formal ausgeklügelten anderen Kunst-Inseln gegenübergestellt ist. Der weltbekannte russische Künstler Kabakov hat in fast allen seinen Arbeiten und Projekten seines umfangreichen Werks die Diskrepanz von wissenschaftlicher oder ideologischer Perfektion und einer häufig improvisierten, aber menschlichen
Realität dargelegt.

Das „Projekt zum Schutz der natürlichen Ressourcen" zeigt ein
hintersinniges und liebenswürdiges Ensemble zur wissenschaftlichen
Wasseruntersuchung, wobei sowohl der menschliche
Eingriff in die Natur als auch die wissenschaftliche Methode ganz der
zeitgemäßen Forderung einer ökologischen Nachhaltigkeit angepasst
sind – wenn auch augenzwinkernd und ironisch. Unter Klappern
und Quietschen wird auf der Kabakov'schen Insel, einem „herausgestanzten
Stück meiner russischen Heimat" nichts anders bewirkt, als
dass das Baldeneysee-Wasser von links nach rechts gepumpt wird.
Kabakov wirkte zu sowjetrussischen Zeiten seit den 1960er Jahren als
einer der zentralen Köpfe der Moskauer Künstler- und Dissidenten-
Szene, ohne jemals eine öffentliche Ausstellung zu haben.
Erst in den 1980er Jahren begann nach einer Museumsschau in
Bern und Übersiedlung in die USA Kabakovs Weg zum heute unbestritten
bedeutendsten russischen Künstler.


 
Konzeptkünstler Norbert Bauer ist der gedankliche "Vater" der Ruhr-Atolle. Seit sieben Jahren arbeitet er an ihrer Realisierung; von ersten Gesprächen während der Konzeptphase der Kulturhauptstadt bis zur Verwirklichung der vier Inseln auf dem See, zu denen im Juni noch eine weitere auf der Ruhr hinzukommen wird. Bauer weist dabei insbesondere auf die Arbeit und die Teilnahme jener 25 Künstlerteams aus der Anfangs- und Konzeptphase des Projektes hin, die bis Oktober parallel in Atoll-Halle/Tor 2 an der Werdener Ruhrtalstraße zu sehen sind.

"Als Hauptsponsor unterstützen wir nicht nur die Kulturhauptstadt im Allgemeinen, sondern insbesondere das Leuchtturmprojekt Ruhr-Atoll. Schließlich sind Energie, Klima und Ressourcen Schlüsselthemen des 21. Jahrhunderts", erklärt Dr. Stephan Muschick, Leiter Bürgerschaftliches Engagement der RWE AG.

Jede Insel greift auf ihre Weise die Themen Energie - Ökologie / Kunst - Wissenschaft auf:

Bedingt durch späten Winter und lang andauerndes Hochwasser wird der Beitrag "LOCAL | GLOBAL" (Rettungsring) der Künstlerin C.U. Frank die natürliche Schwemmlandinsel unterhalb des Stauwehrs erst zur "Extraschicht", dem Sommerfest der Kulturhauptstadt am 19.06.2010, eingeweiht werden - ein hintersinniges Symbol für die Fragilität der Systeme.

Das Ruhr-Atoll ist ein durch den Konzeptkünstler Norbert Bauer initiiertes und geleitetes Kulturhauptstadtprojekt von Künstlern und Wissenschaftlern zum Thema "Kunst und Energie", das von der Ruhr-Atoll GmbH realisiert wird. Hauptsponsor ist die RWE AG. Projektsponsoren sind die KfW-Bankengruppe sowie der Ruhrverband als Gastgeber.

 


 
Kompakt
 
Ruhr-Atoll-AnfahrtService- und Öffnungszeiten
Installation Ruhr-Atoll Baldeneysee, Essen (Stauwehr, Hardenbergufer):
täglich 10 bis 22 Uhr
(letzte Abfahrt zum Bootsparcours 21 Uhr)
Ausstellung in der Ruhr-Atoll-Halle
(Tor 2, Kulturmeile an der Ruhrtalstraße):
so. - do.: 10 bis 19 Uhr, fr. + sa. bis 22 Uhr (außer Sonderveranstaltungen)
 
Tarife/Termine
Eintritt Ruhr-Atoll-Halle 4,00 €
ermäßigt Schüler, Studenten, ZDL 3,00 €
Kinder bis 14 Jahren frei
Gruppen ab 10 Pers., Schulklassen (1 Begleitung frei) 2,50 €
Jahreseintritt Ruhr-Atoll-Halle 50,00 €

Bootsparcours mit Besichtigung der Inseln 45 Min.
Erwachsene pro Person 7,00 €
ermäßigt (3-14 J., Schüler, Stud., ZDL) 5,00 €
Bootsparcours family (2 Erw., 2 Kinder) 18,00 €
Eine Reservierung für den Bootsparcours ist wegen der begrenzten
Zugänglichkeit der Inseln dringend empfohlen!
RUHR.2010-Hotline 01805-15 2010 (14 ct./Min.) oder per Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.


Touren ohne Befahrung des Ruhr-Atolls und ohne Insel-Besuch
Bootsverleih See 30 Min. pro Boot 6,00 €
Bootsverleih See 60 Min. pro Boot 10,00 €
Bootsverleih See 120 Min. pro Boot 18,00 €

Öffentliche Führungen
Hallen-Führung (60 Min) mittwochs 16.30 Uhr, sa/so 14.30 Uhr
Treffpunkt: Ruhr-Atoll-Halle Ruhrtalstraße /„Tor 2"
See-Führung (60 Min) mittwochs 18.00 Uhr, sa/so 16.00 Uhr
Treffpunkt: Ruhrverband-Info-Kiosk auf dem Baldeney-Stauwehr
Weitere aktuelle Führungstermine unter www.ruhr-atoll.de
Hallen-Führung, See-Führung 6,00 €
Hallen-Führung, See-Führung ermäßigt 5,00 €
Kombi-Führung Halle und See 10,00 €
Kombi-Führung Halle und See ermäßigt. 8,00 €
jeweils zzgl. Eintrittsgeld für die Ruhr-Atoll-Halle
 
 
Ruhr-Atoll Halle / Tor 2
auf der „Kulturmeile an der Ruhrtalstraße"

Eine Ausstellung der 25 Künstlermodelle, die Entstehung des Projektes und
eine Retrospektive auf das Werk des Konzeptkünstlers Norbert Bauer, dem
Initiator des Ruhr-Atolls, zeigt auf 1.200 m2 die Ruhr-Atoll-Halle. Die Ausstellung mit Museumscafé ist täglich von 10 bis 19 Uhr, fr. und sa. bis 22 Uhr geöffnet (außer bei Sonderveranstaltungen).
Hier ist u.a. erstmals seit vielen Jahren die 1994 von Norbert Bauer konzipierte und verwirklichte Installation „Grundsteinkiste" zu sehen: Eine ca. 40x4 m messende Wand gebildet aus fast 400 Einzelbeiträgen von namhaften KollegInnen wie Klaus Staeck, Emil Schumacher, Günther Uecker, Jiri Halmar, Milan Kunc, Elvira Bach, Stefan Wewerka u.v.a.

Die Halle auf dem Gelände „Tor 2" im Kreativquartier „Kulturmeile an
der Ruhrtalstraße" ist mietbar als Eventlocation für 50 bis 200 Personen,
als Konzert- und Veranstaltungsraum (Catering: www.esskapade.de)
und verfügt über einen Tagungsraum für 40 Personen. Auf dem Terrain der
ehemaligen „Ruhrtal-Elektrizitäts-Gesellschaft REG hat sich seit 2004 ein
Kunstquartier mit mehr als 20 Künstlerateliers, kulturnahen Handwerksbetrieben und Vereinen wie dem „kunstwerden e.V." und dem Zentrum „alta vita social club" gebildet.

Hier können Sie sich den Fyer als PDF downloaden
 
 Quelle / Fotos: Ruhr.2010



http://www.essen-fuer-das-ruhrgebiet.ruhr2010.de/fileadmin/user_upload/ruhr2010.de/documents/3._Presse/PM/2010/PK_Eroeffnung_Ruhr-Atoll_11.05.2010/Flyer-Ruhr-Atoll1.pdf



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